Gemeinsam unterwegs

"Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen." Unter diesem Motto fand heuer unser b2-Firmenausflug ins Waldviertel statt. Begleitet von einem Kenner der Region wagten wir uns 2 Tage in die einzigartige Naturlandschaft des mittleren Kamptales.

wilde Schönheit spüren

Gleich nach der Anreise starteten wir eine ausgiebige Wanderung. Ausgehend vom Kraftwerk Rosenburg erkundeten wir auf unberührten Pfaden die ursprüngliche Landschaft. Davon konnten uns auch die dicht mit Brennesseln und Kletten verwachsenen Wege nicht abhalten.

Das Wetter war uns wohl gesonnen und Abkühlung gab es immer wieder im frischen Wasser des Kamp. Nach einer ausgiebigen Mittagsrast am "Öden Schloss" ging es zurück durch urwaldartige Wälder zum Ausgangspunkt.

 

Der Besuch auf der Rosenburg stand am späten Nachmittag am Programm. Zufällig fanden gerade die "Rosentage" in der Burg statt und so konnten wir nach der faszinierenden Greifvogelschau auch die Ausstellung im Burggelände genießen.

In der Unterkunft in Wegscheid überraschte uns der Küchenchef mit frischen Steinpilzen und hervorragenden regionalen Speisen. Frisch gestärkt ging es dann zu einer abendlichen Wanderung  zur Burg Schauenstein mit herrlichem Panoramablick. Ein faszinierender Abschluss für den ersten Tag.

Der zweite Tag startete mit einem besonderen Kulturgenuss. Stift Altenburg faszinierte mit den perfekt restaurierten Besucherbereichen des alten Stiftes. Im Garten der Religionen sind die Weltreligionen in Form von eigenen Pflanzenbereichen dargestellt. Ein besinnlicher Besuch an einem kraftvollen Platz.

Auch eine Wanderung stand am zweiten Tag auf dem Programm. Auf steilen Pfaden kletterten wir zum Nepomukfelsen mit herrlichem Ausblick über das Kamptal. Faszinierende Fauna und Flora waren unsere ständigen Begleiter.

Nach einer letzten Stärkung im Wegscheider Hof machten wir uns dann wieder auf den Weg nach Hause ins Mühlviertel. 

 

Abschließend wollen wir uns bei Herrn Josef Moritz ganz besonders bedanken. Er hat uns an beiden Tagen Einblick in eine der faszinierendsten Naturlandschaften Österreichs gegeben. Danke auch für die perfekte Organisation der beiden Tage und die interessanten Aspekte bei den zahlreichen Diskussionen zu verschiedenen Lebensthemen.

Natur in Gefahr?

Das mittlere Kamptal ist als Europaschutzgebiet ausgewiesen und sogar in den Katalog der "Flußheiligtümer" aufgenommen.

 

Jetzt gibt es Pläne, das historische Kraftwerk Rosenburg abzureißen und mit einer höheren Staumauer einen längeren Stausee zu erreichen. Das bedeute zwangsläufig auch die Zerstörung von Uferbereichen und Beeinträchtigung der Aulandschaft.

Ob die Initiative "lebendiger Kamp" das Kamptal in seiner wilden Schönheit erhalten kann wird sich zeigen ... !?


 

Bruno Brandstetter

 

"Wieder einmal stehen die Interessen von Energiekonzernen gegen Naturschutzorganisationen und Menschen die sich der weitreichenden Folgen unseres zerstörerischen Handels auf MUTTER ERDE bewusst sind. Ob die kurzsichtigen wirtschaftlichen Aspekte oder die Einsicht auf Erhaltung der letzten Reste unberührter Natur gewinnen werden?"
Fahren wir halt elektrisch an die Wand!